Schulgarten PDF Drucken E-Mail


Der Schulgarten

Unser Schulgarten

Das Paulsen-Gymnasium liegt mitten in einem Wohngebiet in Berlin-Steglitz im Hinterland der Schloßstraße. Die Besonderheit des Paulsen-Gymnasiums ist ohne Zweifel der 6000 m2 große Schulgarten mit integriertem grünen Klassenzimmer (Sitzplätze für 32 Schüler). Die Schüler können den unterschiedlichen AG´s  (Bienen-, Kaninchen-, Nager-, Gartenbau-AG, Greifvogel- AG, Hühner-AG) beitreten oder sich über das Wahlpflichtfach „Schulgarten“ in Klasse 8 besonders engagieren. Wir unterrichten drei- bzw. vierzügig ca. 600 Schüler. An  der Schule gibt es Profilklassen, eine für „Naturwissenschaften“, die andere für „Englisch“. Wir pflegen viele Kontakte zu außerunterrichtlichen Einrichtungen wie dem Imkerverein, dem FU- Bereich für Imkerei, zum NatLab der FU, Max-Planck-Instituten in unserer Umgebung, zur FU selbst. In unsere Nähe befinden sich der Botanische Garten und die Domäne Dahlem.


Für Schüler aller Altersstufen finden sich im Rahmen des Biologieunterrichts immer. Anknüpfungspunkte an das Geschehen im Schulgarten. So bietet z.B. der Schulgartenteich für die Schüler im Ökologiekurs Gelegenheit, Wasseruntersuchungen vor Ort durchzuführen. Unsere Schule bewirtschaftet seit 1965 einen 6000m2 großen Schulgarten, dessen Grundstück jedoch bis zum Herbst 2010 vom Bezirksamt gepachtet war. Aufgrund der unklaren Perspektiven hat sich der Fachbereich Biologie bis zu diesem Zeitpunkt fast nur um den Erhalt des Schulgartens bemüht.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit der Klärung der Eigentumsverhältnisse in 2010 und dem Bau der Mensa in im Jahr 2011 begann die Umgestaltung des Schulgartens durch Schüler, Lehrer und Eltern mit Unterstützung von „Grün macht Schule“ und des Bezirksamtes. Mit dem Neubau der Mensa in einem Teil des Schulgartens wurde vor allem der vordere Teil als Bestandteil des „Pausengeländes“ aufgewertet. An der Mensa werden derzeit an den Außenbereichen noch Sitzgelegenheiten installiert, die den Blick und den Aufenthalt im Schulgarten verschönern. In dieser Blickrichtung soll auch eine Kräuterspirale stehen.



Seit die Fläche des Schulgartens dem Schulgrundstück zugeordnet wurde, arbeiten wir mit vielen Projekten an der Neugestaltung des Schulgartens. Begonnen hat diese Umgestaltungsphase mit dem „Mauerfall“ am 09.November 2010, einer symbolischen Aktion, die den Blick in die Zukunft eröffnet hat.



Im Moment ist die Haltung von Hühnern in der Vorbereitung, der Stall dazu ist im letzten Sommer fertiggestellt worden. Daneben wird ein neuer Teich an alter Stelle entstehen. Außerdem ist unser „Naschgarten“ im letzten Herbst gepflanzt worden. Das „grüne Klassenzimmer“ existiert schon einige Jahre und wird im Sommer gerne für den Unterricht genutzt bzw. in den Pausen zur Erholung. Da wir über eine Cafeteria, die ehrenamtlich als gemeinsame Einrichtung von Eltern, Schülern und Lehrern getragen wird, verfügen, sollen Produkte des Gartens natürlich auch von ihr genutzt werden. Bisher wird der aus unseren Äpfeln gewonnene Saft dort verkauft, sodass aus deren Gewinnen auch wieder schulische Projekte unterstützt werden können.





Von Kirschen und  Pflaumen werden Kuchen gebacken und die Kräuter sollen das Cafeteria- Angebot ergänzen bzw. für den Unterricht eingesetzt werden. Die gemeinsame Apfelernte unter Beteiligung von Eltern, Schülern und Kollegen ist ein Höhepunkt in jedem Jahr. Da unsere Schule keine Extramittel für den Schulgarten erhält, sind wir an Sponsoren, Fördergeldern oder Spenden aus der Elternschaft bzw. beim Förderverein oder auch aus anderen „Quellen“ interessiert. Bitte unterstützen Sie uns!

Sabine Bechmann (Bio- Fachleitung, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. )




 

Die Kaninchen

Weitere 10 Jahre später kamen die Schafe und die Kaninchen dazu. Da die Probleme mit den Schafen (Wurmerkrankungen, gelegentliches Weglaufen, Anwesenheit des Fuchses beim Lammen) schließlich überhand genommen haben, mussten wir uns 2004 schweren Herzens von ihnen trennen. Die zwischen den Schafen laufenden Graugänse sind nach und nach dem Fuchs zum Opfer gefallen. Ähnlich erging es auch den zwischenzeitlich vorhandenen Hühnern, die der Marder eines Morgens auf dem Gewissen hatte. So bleibt uns die Freude an den ca. 20 Kaninchen.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Nager

Ursprünglich nur als Futtertiere für die Falken gezüchtet, haben sich die Nager selbständig gemacht und 1995 ein eigenes Haus gebaut: Nun fressen die Falken Küken, die es gefroren im Futterhandel gibt, und die Schüler erfreuen sich an den possierlichen Tierchen, die so manch einer nicht zu Hause halten dürfte.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Bienen

Die kleinsten und fleißigsten Tiere in unserem Schulgarten sind allerdings die Bienen. Wie auch schon in den 70er und 80er Jahren, so konnten wir 2003 wieder einen Imker für uns gewinnen. Herr Wiedenhöft entlockt unseren Bienen wahre Höchstleistungen und lehrt interessierte Schüler das Imkerhandwerk.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Garten

Seit 2003 ist nun jedes Jahr im September Apfelernte angesagt: Lehrer, Schüler und Eltern pflücken die dank der durch die Bestäubung der Bienen immer reichlich anfallenden Äpfel, die anschließend zum Mosten gefahren werden. Den so gewonnen Saft gibt es dann in unserer Cafeteria zu kaufen (garantiert naturrein), ebenso wie der Honig unserer Bienen, den man auf unserem Sommerfest erwerben kann. Nach der Ernte gibt es dann noch ein gemütliches Grillfest im grünen Klassenzimmer, das die Fördervereine (Cafeteria und Freunde der Paulsen-Oberschule) nach und nach spendiert haben. Hier gibt es Sitzgelegenheiten für ca. 30 Schüler, so dass insbesondere der Unterricht in Biologie, wenn dies sinnvoll ist (Obstblüte, Bienenkunde, etc.), draußen stattfinden kann. Seit dem Schuljahr 2007/08 gibt es das Wahlpflichtfach »Tiere und Pflanzen« in unserem Schulgarten. Die Achtklässler, die dieses Fach belegen, arbeiten viel an der frischen Luft und lernen so neben den ganzen »tierischen« Dingen auch etwas über Gartenbau.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Und auch im Frühjahr 2013 wurde fleißig im Schulgarten gearbeitet.








 

Der Teich

Hier werden Kartoffeln und Topinambur, Feuerbohnen, Zwiebeln und andere Gemüse wie Zucchini und Auberginen angebaut. In den neu geschaffenen Hochbeeten können die Schüler selber entscheiden, was sie säen oder pflanzen möchten. Der zweite große Acker im hinteren Teil des Gartens wird gerade mit Gelbsenf auf seinen Einsatz im Herbst vorbereitet, wenn die großen Ferien vorbei sind und die neuen Wahlpflichtgruppen in den Garten stürmen. Daneben können aber auch alle anderen Schüler sich um ein Beet bewerben. Da in den letzten Jahren die Nachfrage stetig gestiegen ist, rekultivieren wir gerade neue Flächen, d.h. wir beseitigen die über die Jahre gewachsenen Brombeerbüsche und wecken die Beete so aus ihrem Dornröschenschlaf, in den sie zwischenzeitlich durch Nachfragemangel gefallen waren. Unser kleiner Teich dient den Bienen als Tränke und den Schülern im Ökologiesemester als Quelle herrlich eutrophierten Wassers.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nur durch engagierte Mitarbeit vieler Eltern, Schüler und Lehrer, denen an dieser Stelle ganz herzlich gedankt sei, ohne alle namentlich zu nennen (alleine schon aus Angst, einen zu vergessen), ist diese vielfältige Nutzung unseres kleinen Paradieses überhaupt möglich. Für die nahe Zukunft sind die Erschließung weiterer Beete, der Bau einer Kräuterspirale und der Anbau von Färberpflanzen für den Chemieunterricht geplant.